Zivilgesellschaftliche Perspektiven
Die Zivilgesellschaft ist der Bereich innerhalb einer Gesellschaft, der zwischen staatlicher, wirtschaftlicher und privater Sphäre angesiedelt ist. Die Akteure sind vom Staat mehr oder weniger unabhängige Vereinigungen mit unterschiedlichen Organisationsformen, z.B. Initiativen, Vereine und Verbände. Zivilgesellschaftliche Einrichtungen zielen sehr häufig auf die Entwicklung von Konfliktkultur, Versöhnung und interkulturellen Lernschritten, auf humanitäre Hilfe sowie auf gesellschafltichen Wiederaufbau. Sie setzen dabei häufig – aber nicht notwendigerweise – auf Prinzipien der Gewaltfreien Konfliktbearbeitung
Konfliktkultur entwickeln
Unter Konfliktkultur versteht man faire Chancen für die Artikulation und den Ausgleich unterschiedlicher Interessen. Es besteht die Bereitschaft zu einer produktiven Auseinandersetzung mit Konflikten.
Interaktive Konfliktlösung
Dieses Modell soll helfen, miteinander in Konflikt stehende Parteien in problemlösungsorientierte Diskussionen zu führen. Unterstüzung erfolgt durch ein unabhängiges Team.
Kultursensitive Konfliktbearbeitung
Konflikt- und Kultursensitivität bedeutet im Allgemeinen, den Kontext zu verstehen, in dem man arbeitet und somit auch eingreift.
Interkulturelle Begegnungen
Interkulturelle (interreligiöse) Begegnung bedeutet das Zusammensein von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion. Begegnung schafft Raum für Austausch von Erfahrungen und Lebenswelten.
Mediation
Mediation ist ein Verfahren zur Bearbeitung von Konflikten. Eine neutrale, qualifizierte Person oder ein Team, die selbst keinen Anteil an dem Konflikt hat, vermittelt zwischen den Konfliktparteien.
Den Frieden lernen
Als menschliche Wesen haben wir die großartigen Möglichkeiten des Lernens. Genauso wie wir gelernt haben, High-Tech-Kriege zu führen, können wir stattdessen lernen auf gewaltfreie Weise Konflikte zu transformieren. Dieser Lernprozess ist eine große Herausforderung. Die Zukunft der Menschheit und möglicherweise auch des Planeten Erde hängt davon ab, ob es der gegenwärtigen und den nächsten Generationen gelingt Frieden zu lernen.
Erinnerungskultur und Versöhnung
Der Begriff Erinnerungskultur bezeichnet den Versuch, Teile der Vergangenheit im Bewusstsein zu halten und gezielt zu vergegenwärtigen.
Zivile Konfliktbearbeitung
Zivile Konfliktbearbeitung unterscheidet sich von anderen Schlichtungsmethoden darin, dass keine militärischen Mittel eingesetzt werden oder damit gedroht wird.
Gewaltfreiheit
Beim Konzept der aktiven Gewaltfreiheit handelt es sich nicht nur um eine Methode, sondern um eine Grundhaltung. Darunter wird verstanden, dass man Gewalt ablehnt und sie nicht anwendet, darüber hinaus aber auch aktiv an einer gewaltfreien Lösung von Konflikten arbeitet.
Kundgebungen und Demonstrationen
Eine Demonstration ist eine in der Öffentlichkeit stattfindende Versammlung mehrerer Personen mit dem Ziel, einen gemeinsamen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen.
Gewaltfreier Widerstand
Beim gewaltfreien Widerstand werden verschiedene gewaltfreie Aktionen miteinander abgestimmt, er ist also eine koordinierte Form gewaltfreier Aktion. Ziel ist dabei die Beseitigung einer Unrechtsituation.
Wiederaufbau
Unter Wiederaufbau versteht man alle organisatorischen Tätigkeiten, die nach einem Konflikt oder Krieg stattfinden.
Ökonomischer Wiederaufbau
Nach der Beendigung eines Konfliktes steht das betroffene Land vor wichtigen Aufgaben wie dem Aufbau zerstörter Infrastruktur und der Verbesserung der Ernährungssituation der Bevölkerung.
Sozialer Wiederaufbau
Ein Krieg oder Konflikt bringt nicht nur Schäden der Infrastruktur des jeweiligen Landes, sondern auch Traumatisierungen der Bevölkerung durch Vertreibungen, Kriegsverbrechen oder Menschenrechtsverletzungen mit sich.
Demilitarisierung – Wiedereingliederung
Der Übergang von einem noch laufenden Konflikt in eine Post-Konflikt Situation verläuft meist fließend.