Workshops

Workshop 1: WhyWar? Syrien

Dieser Workshop bietet eine allgemeine Auseinandersetzung mit den Hintergründen des Krieges in Syrien an. Dabei werden die wichtigsten Eckdaten, Ursachen und Folgen des Krieges, die die Interessen der jeweiligen AkteurInnen sowie eine chronologische Einordnung der Ereignisse thematisiert. Ziel des Workshops ist es, den Syrienkrieg verständlich zu machen ohne die Komplexität zu vernachlässigen. Die inhaltliche Auseinandersetzung wird mit interaktiven und reflexiven  Methoden begleitet. Der Workshop kann entweder in einem zweistündigen, oder dreistündigen Modul angeboten werden.

Workshop 2: Was hat Krieg mit mir zu tun? Eine künstlerische Auseinandersetzung.

Dieser Workshop adressiert den persönlichen Bezug von SchülerInnen zum Thema Krieg und Frieden. Dabei werden eigene Emotionen, biografische Bezüge und Auswirkungen auf das eigene Lebensumfeld thematisiert. Ziel ist es, eigene persönliche Betroffenheit wahrzunehmen, zu formulieren und Handlungsperspektiven anzudenken und zu diskutieren. Anschließend erfolgt eine künstlerische Form der Bearbeitung des Krieges in Syrien. Dabei setzen sich die SchülerInnen auf literarische, szenische, musikalische oder anderer kreative Art und Weise mit der Frage auseinander, was der Krieg in Syrien mit den eignen Lebensbezügen zu tun hat. Abhängig von den zeitlichen und kreativen Ressourcen der Klasse kann dabei ein von SchülerInnen gemeinsam erarbeitetes, künstlerisches Produkt entstehen. Dieser Workshop wird in einem vierstündigen Modul abgehalten.

Das Friedensbüro bietet 2018 auch die Option an, wenige Klassen semesterübergreifend mit einer künstlerischen Auseinandersetzung zu betreuen. In diesem Format wäre  ein/e ausgewählte/r KünstlerIn längerfristig dabei, die mit einer Person vom Friedensbüro das Projekt gestalten würde. Dieses Konzept würde bedeuten, dass einzelne Klassen mehr Zeit in ein künstlerisches Produkt investieren können und dabei kostenlos betreut werden. Dabei würde ein künstlerisches Endprodukt entstehen, das Anfang 2019 in einer Abschlusspräsentation öffentlich präsentiert werden kann.


Künstlerische Optionen 

1. Schreibwerkstätten mit Schriftstellerin Luna Al-Mousli 

Auf literarische Weise können sich SchülerInnen mit dem Thema „Was hat Krieg mit mir zu tun?“ mittels Schreibwerkstätten auseinandersetzen. Die syrisch-österreichische Autorin Luna Al-Mousli leitet die Durchführung der Schreibwerkstatt, bei der vielfältige Formen des Ausdrucks und literarische Offenheit praktiziert werden. Dabei können individuelle Bilder und Texte entstehen, die auf eigenständige und universelle Weise die Geschichten, Gedanken und Emotionen der SchülerInnen zum Ausdruck bringen.

 Luna Al-Mousli, geboren 1990 in Melk, aufgewachsen in Damaskus, lebt und arbeitet heute als Autorin und Grafik Designerin in Wien. Dort studierte sie Grafik Design an der Universität für Angewandte Kunst.

2. Theaterworkshop: Was hat der Krieg mit mir zu tun? 

Mittels Körperausdruck, sprachlicher Improvisation und spontaner Darstellung werden im Theaterworkshop Bilder dargestellt, dynamisiert und szenisch umgesetzt. Assoziationen und Gedanken darüber, welche Emotionen ein Krieg in einem fernen Land auslöst, werden der Gruppe über eine ganzheitliche  Form der Darstellung zur Verfügung gestellt  und gemeinsam reflektiert.

 

Barbara Wick ist pädagogische Leitung im Friedensbüro, selbstständige Mediatoren und Theaterpädagogin. 
Markus Hopf ist Lebens- und Sozialberater in selbstständiger Praxis, systemischer Aufstellungsleiter und Theaterpädagoge.

 

 

3. Musisches Projekt mit „Nasihat“ 

Nach einer kurzen Einführung allgemein über Hip Hop und Rap und warum ausgerechnet Rap als Genre ideal dafür ist, den inneren Gefühlen freien Lauf zu lassen, werden „Beats“ (Instrumental Tracks, zu denen die Texte geschrieben werden) ausgesucht. In Gruppen aufgeteilt dürfen die SchülerInnen vorerst Begriffe sammeln, die sie mit Krieg in Verbindung bringen. Anschließend wird in jeder Gruppe gemeinsam ein Text über Krieg bzw. über die Gefühle der SchülerInnen in Bezug auf das Thema Krieg geschrieben. Am Ende präsentiert jede Gruppe ihren Track in Form von Rap.

Yasin Ulu ist Rapper und Musikproduzent von zahlreichen Alben national und international. Er hat in Wien Religionspädagogik studiert und hat in AHS und BHS unterrichtet.

 Zusatzangebot

1. Planspiel für SchülerInnen zum Syrienkrieg

Gemeinsam mit der Universität Salzburg organisiert das Friedensbüro 2018 zum ersten mal ein Planspiel für SchülerInnen. Jeweils an zwei Terminen im November 2018 können bis zu drei Schulklassen einen Verhandlungsgipfel in Bezug auf den Syrienkrieg simulieren. Dabei wird das politische Verständnis gestärkt, es wird ein Überblick über den Konflikt in Syrien gegeben und das Verfahren von Verhandlungen kann nachempfunden werden. Das Friedensbüro bietet eine Vorbereitung von Klassen an, welche am Planspiel teilnehmen. So wird in einem vorbereitendem Workshop kostenlos den SchülerInnen der inhaltliche Bezug zum Syrienkrieg näher gebracht, sodass die Hintergrundinformationen vor dem Planspiel bekannt sind. Außerdem wird den SchülerInnen in der Vorbereitung eine zivilgesellschaftliche Perspektive und deren Bedürfnisse erläutert. Dabei wird die Komplexität der zivilgesellschaftlichen Forderungen thematisiert und die Situation der Menschen in Syrien nachempfunden. Das eigentliche Planspiel findet nach der Vorbereitung an einem gesonderten Tag statt und wird in etwa einen halben Tag dauern.

2. Theatermonolog in arabischer und deutscher Sprache mit SALIM CHREIKI und JURIJ DIEZ 

Der syrische Autor und Schauspieler Salim Chreiki erzählt eindrucksvoll die Geschichte seiner Flucht aus „der Mitte der Welt“ und die damit verbundenen traumatischen Erfahrungen. Schmerz, Erinnerung, Hoffnung – all das verarbeitet der aus Syrien geflohene Autor, Schauspieler und Regisseur Salim Chreiki in seinem selbstverfassten Theatermonolog „In der Mitte der Welt“. Zusammen mit seinem kasachischen Schauspielerkollegen Jurij Diez wird in arabischer und deutscher Sprache erzählt. Das Theaterstück wird kostenlos an Schulen angeboten, an denen mindestens drei Klassen bei dem Projekt „whywar“ mit Workshops teilnehmen. Voraussetzung ist ein geeigneter Raum für das Theaterstück.

Salim Chreiki ist Schauspieler und Regisseur aus Syrien. Er arbeitete 40 Jahre im Fernsehen, Kino, Theater und Radio gearbeitet und hat in Syrien Schauspiel unterrichtet. Hier erzählt er seine Geschichte.

3. Philosophieworkshop: Warum Krieg? mit Desirée Summerer 

Kinder und Jugendliche können beim Philosophieren den Fragen zum Thema Krieg und Frieden nachgehen, die sie wirklich beschäftigen. Denn sie selbst bestimmen, worüber geredet wird. Weil es nicht darum geht, bestimmte Antworten zu finden, entsteht eine große Freiheit für das eigene Nachdenken. Was dabei geschehen kann, ist eine Begegnung mit den anderen in der Gruppe und mit sich selbst – den eigenen Vorstellungen von der Welt, den Ängsten und Wünschen. Das Philosophieren als Methode eignet sich für alle Altersstufen ab etwa 4 Jahren.

Desirée Summerer ist Mitarbeiterin im Friedensbüro, Soziologin und Kommunikationswissenschafterin mit Zusatzausbildung zu philosophischer Gesprächsleitung.


KONTAKT UND ANMELDUNG

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