Wirtschaftliche Folgen
Wenn Cicero sagte, dass der Krieg durch unerschöpfliche Geldquellen seine Kraft bezieht, so ist dies sicher nicht unrichtig. Es verschleiert aber den Umstand, dass im Krieg die Grundlagen für eine Volkswirtschaft schwer beeinträchtigt werden können, indem Arbeitskräfte verloren gehen, Infrastruktur zerstört wird und Kriminalität ordentliches Wirtschaften ablöst.
Kriegswirtschaft
Ein Wirtschaftssystem sieht sich im Krieg mit besonderen Umständen konfrontiert.
Organisierte Kriminalität
In direktem Zusammenhang mit kriegerischen Handlungen in einem Land steht auch ein Anwachsen von organisierter Kriminalität.
Korruption
Die Organisation "Transparency International“ (TI), die sich weltweit für Korruptionsbekämpfung einsetzt, definiert Korruption als "Missbrauch von anvertrauter Macht zum privaten Vorteil".
Hyperinflation und Arbeitslosigkeit
Durch die enormen Kriegskosten und durch den geringeren kriegsbedingten Warenfluss im Land, kam es nach dem Ersten Weltkrieg in allen Staaten zu großen Schüben von Geldentwertung.
Schäden an öffentlicher Infrastruktur
Oft ist Infrastruktur im Krieg ein bevorzugtes Ziel, das sich besonders auf die Zivilbevölkerung auswirkt.
Medienanstalten
Kommunikationsschaltstellen wie TV-, Radio - und Mobilfunkstationen sind von großer politischer, militärischer und gesellschaftlicher Bedeutung.
Wiki: Fakten zur Bedrohung der Olivenernte im Westjordanland
Gesundheitswesen
Das Funktionieren des Gesundheitssystems hängt von den Investitionen auch in soziale und Bildungssysteme sowie in öffentliche und private Verkehrs- und Transportnetze ab.
Verkehrsverbindungen
Ziel der Zerstörung von Verkehrsverbindungen im Krieg ist nicht nur die Behinderung militärischer Aktionen, sondern auch die Zerstörung der natürlichen Kommunikationswege und des wirtschafltichen Austausches.
Zerstörung kultureller Infrastruktur
Nach dem Fall Bagdads Anfang 2003 herrschte in der Metropole weitgehend Anarchie. Zahlreiche Personen waren bewaffnet und Schießereien und Kämpfe somit an der Tagesordnung.