Politische Aspekte
Wenn wir Frieden als ständigen Prozess der Zivilisierung von Gesellschaften verstehen, ist Krieg dementsprechend ein permanenter zivilisatorischer Rückschritt. Er zeichnet sich aus durch das Fehlen entscheidender politischer Grundwerte und -bedingungen, die friedliches Zusammenleben ermöglichen und die erst langsam und mühevoll wieder instand gesetzt werden müssen.
Krieg und Zivilisierung
Das zivilisatorische Hexagon von Friedensforscher Dieter Senghaas stellt eine Friedenstheorie dar, die Frieden als Zivilisierungsprozess versteht.
Gescheiterte Staaten
Gescheiterte Staaten (englisch: failed states) sind nicht in der Lage, staatliche Basisfunktionen zu erfüllen.
Konfliktkultur
Die Mitglieder einer Gesellschaft sind fähig, Konflikte produktiv und kompromissorientiert auszutragen.
Soziale Sicherheit
Die Gesellschaft schützt ihre Mitglieder ausnahmslos vor Armut und Diskriminierung jeglicher Art.
Demokratische Partizipation
Demokratisierung bedeutet die gleichberechtigte Einbeziehung möglichst aller Beteiligten in Prozesse der Entscheidungsfindung.
Interdependenz
Alle Mitglieder einer Gemeinschaft stehen in gegenseitiger Abhängigkeit zueinander. Nachhaltiger Friede ist nur möglich durch die Anerkennung von Unterschieden bei gleichzeitigem Gewaltverzicht.
Gewaltmonopol
Gewalt darf – außer in Fällen von Notwehr und Nothilfe – ausschließlich von den dafür zuständigen staatlichen Organen ausgeübt werden.
Rechtsstaatlichkeit
Jeder Bürger hat das Recht, die Institutionen des Rechtsstaates für die legitime Durchsetzung eigener Interessen und die Lösung von Konflikten zu nutzen.