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Manipulation
Am Beispiel:
Objektivität und aktuelle Berichterstattung im Kriegsfall sind nicht zu erwarten. Die Beeinflussung von Nachrichten ist eine Notwendigkeit, wenn man den Krieg gewinnen will.
Dies wird erreicht durch:
- Manipulation von Bildern, Filmen und Texten
- Verbreitung von Lügen
- Desinformation von Seiten der Politik und des Militärs
Ziel ist es dabei, die Vorgänge so darzustellen, wie es die jeweilige Krieg führende Partei vorteilhaft ist. Die Grenze zur Propaganda wird dabei bewusst überschritten.
In der offiziellen Kriegsdarstellung geht es dann darum,
- das Ziel des Krieges als Verteidigung darzustellen,
- den Krieg als legitim erscheinen zu lassen
- sowie die Größe der eigenen Sache und die Dämonisierung des Gegners voranzutreiben.
Der journalistischen Ethik steht häufig die "Notwendigkeit" der Einschränkung des Rechtes auf Meinungsfreiheit im Kriegsfall gegenüber.
Der Manipulation von Bildern kommt dabei eine besondere Bedeutung zu:
Bilder und Fotos lassen viel Platz für eigene Assoziationen und Interpretationen. Jedes Bild stellt eine (bewusste) Auswahl und einen Ausschnitt aus einem Zusammenhang dar. Die Manipulationstechniken von Bildern wurden im Laufe der Zeit verfeinert und durch neue technologische Entwicklungen revolutioniert.
Die Fotografin Cornelia Dilg nennt die wichtigsten Manipulationstechniken:
- suggestive Gestaltung des Text-Bild-Verhältnisses: Bild und Text haben nicht miteinander zu tun.
- Verfälschung durch Beschneiden oder Retuschieren
- elektronische Bildbearbeitung: Durch die digitale Technik ist es möglich, Bilder in beliebiger Art neu zu komponieren.
Quellen, Lesetipps und Links
Gerhard Paul: Bilder des Krieges – Krieg der Bilder. Paderborn: Ferdinand Schöningh, 2004.
Christian Büttner, Joachim von Gottberg, Magdalena Kladzinski (Hg.): Krieg in Bildschirmmedien. Zur politischen Orientierung Jugendlicher zwischen Inszenierung und Wirklichkeit. München: Kopaed, 2005.
www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-medien-und-krieg-2.html
Hessische Stiftung für Frieden und Konfliktlösung
Wissenschaft & FriedenInstitut für Friedenspädagogik Tübingen
Andreas Elter: Die Kriegsverkäufer. Geschichte der US- Propaganda 1917- 2005. Suhrkamp Verlag. Frankfurt am Main. 2005
John R. MacArthur: Die Schlacht der Lügen. Wie die USA den Golfkrieg verkauften. Deutscher Taschenbuch Verlag. München. 1993
Peter Bürger: Kino der Angst. Terror, Krieg und Staatskunst aus Hollywood. Stuttgart: Schmetterling-Verl., 2005
DVD: Ein Kooperationsprojekt der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) u.a.: Krieg in den Medien. Ein multimediales Lernangebot für Schule und Jugendarbeit. 2007