Kulturell-religiöse Aspekte

Kulturelle Strukturen prägen unser Verhalten und Handeln. Sie beinhalten Symbole wie Schrift und Sprache, Institutionen wie Familie und Schule und auch Kulturgüter, -techniken und Arbeitstugenden. Durch die Kultur erlernen wir von frühester Kindheit an Regeln, Normen und Werte, wie etwa die Frage, ob die Ausübung physischer Gewalt legitim ist. Kulturelle Prägungen können auch Grundlage für Feindbilder, Vorurteile und Stereotypen sein.
Kultur und Krieg
Antisemitismus
Der Antisemitismus, eine Ideologie, die sich im 19. Jahrhundert entwickelte, war zwar dem Namen her vor 1870 unbekannt war, nicht jedoch, was die Argumente betrifft.
Tiefenkulturen
Die Tiefenkulturen sind geprägt von den religiösen und spirituellen Bildern einer Kultur, aber auch von den durch Gewalt erlebten Traumata, wie Kriege.
Identitäten
Unter Identitäten verstehen wir das Selbstverständnis bzw. die Selbstwahrnehmung der eigenen Person bzw. der eigenen Gruppe.
Dominanzverhältnisse
Unter "Dominanzverhältnisse" versteht man die Diskriminierung von Gruppen aufgrund bestimmter Merkmale wie Geschlecht, Herkunft, Sprache, Religion, Alter oder Behinderung.
Gender und Krieg
Um eine Rollenverteilung klarzustellen, wird Krieg gern als männlich, Frieden als weiblich charakterisiert.
Traditionen der Konfliktbearbeitung
Jede kulturelle Gemeinschaft hat, bedingt durch ihre Geschichte oder die Prinzipien der Identitätsgruppen, ihre eigenen Traditionen der Konfliktbearbeitung.
Religion und Krieg
Sind Religionen von ihrem Wesen her kriegerisch, Gewalt fördernd oder zumindest rechtfertigend? Gibt es in dieser Frage Unterschiede zwischen den Weltreligionen, und wenn ja, welche?
Buddhismus
Buddhismus, eine Religion die keine Götter kennt, steht für die ethischen Prinzipien ahimsa, karuna und metta: Gewaltfreiheit, Mitgefühl und Güte.
Hinduismus
Hinduismus, eine der ältesten Religionen der Welt, ist mindestens so vielfältig wie das Land Indien, wo die verschiedenen Formen des Hinduismus im Alltag der Menschen sehr präsent sind.
Fundamentalismus
Der Ausdruck "Fundamentalismus" geht auf die von amerikanischen ProtestantInnen von 1910–1915 herausgegebene Schriftenreihe "The Fundamentals. A Testimony to the Truth" zurück.
Judentum
Auch in der hebräischen Bibel finden sich sehr wohl Aussagen, die Kriege im Namen Gottes, aber auch Visionen und Aufforderungen zum Aufbau eines gerechten Friedens beschreiben.
Islam
Schon das Wort Islam trägt in sich die gleiche Wurzel wie das arabische Wort für Friede, Salam, und der übliche Gruß, der jedem und jeder entboten wird, lautet "Friede sei mit dir".
Christentum
Nach rund drei Jahrhunderten eines gewaltfreien Urchristentums wurde das Christentum mit Kaiser Konstantin zur Staatsreligion des römischen Imperiums.