Helfen ohne Grenzen

Helfen ohne Grenzen – Ein Engagement im vergessenen Burma

Seit mittlerweile mehr als 45 Jahren herrscht ein brutales Militärregime im Südostasiatischen Vielvölkerstaat Burma. Seit dessen Machtübernahme im Jahr 1962 sind die Menschen der einstigen Kornkammer Südostasiens der Gewalt der Militärs völlig ausgeliefert. Um die Macht aufrecht zu erhalten ist jedes Mittel recht. Massenverhaftungen und sogar Tötungen von RegimekritikerInnen, Zwangsarbeit, systematisches Niederbrennen von Dörfern der Minderheiten, Vergewaltigungen, AIDS und eine mit diesen Dingen einher gehende Aushungerung und Isolation des Landes prägen Burma seit Jahrzehnten.

Von der Weltöffentlichkeit weitgehend im Stich gelassen, wird die Lage immer schlimmer. Immer öfter brechen Hungersnöte und Epidemien aus; unter anderem auch deshalb weil die Militärs über die Hälfte der Staatseinnahmen in die Rüstungsmaschinerie stecken. Eine Organisation die sich seit einigen Jahren des burmesischen Leides annimmt ist „Helfen ohne Grenzen“. Der in Bozen (Südtirol) gegründete Verein ist hier insbesondere auf die Probleme der Karen, einer der am meisten verfolgten Minderheiten in Burma, fokussiert. Hunderttausende Karen fristen mittlerweile unter schlimmsten Bedingungen ihr Dasein in Flüchtlingslagern in Thailand oder im burmesischen Grenzgebiet zu Thailand. „Helfen ohne Grenzen“ betreibt hier über 45 (!) Schulen für knapp 6.000 Kinder, davon 30 Schulen in den Flüchtlingssiedlungen im schwer zugänglichen Dschungelgebiet innerhalb Burmas.

Der Verein finanziert gemeinsam mit dem Land Südtirol eine Prothesenwerkstatt mit angeschlossener Unfallabteilung. Dort werden pro Jahr über 200 Prothesen für Minenopfer hergestellt und über 500 andere UnfallpatientInnen versorgt. Helfen ohne Grenzen“ kommt für das Essen von über 100 Kindern im Waisenhaus Hsa Htoo Lei (Thailand) auf und finanziert 2 Kindergärten und 7 SchülerInnenheime.

Mit Unterstützung der autonomen Region Trentino-Südtirol konnte „Helfen ohne Grenzen“ knapp 80.000 Schulbücher drucken und innerhalb Burmas verteilen lassen. Zudem finanziert „Helfen ohne Grenzen“ die Ausbildung von SanitäterInnen der Shan-Minderheit durch Dr. Htun, einen Arzt burmesischer Herkunft. Weiters veranstaltet man Malkurse, Lehrerfortbildung, betreut Internate für Schulkinder, organisiert Computer samt Unterricht, Sportveranstaltungen für Kinder und viele weitere kleine Hilfen da und dort.

Die Organisation rund um Vereinsgründer Benno Röggla, der selbst die meiste Zeit vor Ort verbringt um zu helfen, hat sich verpflichtet sämtliche Spendeneinnahmen zu hundert Prozent in die Projekte fließen zu lassen. Damit ist eine nachhaltige Hilfe gesichert – solange es SpenderInnen gibt. Mit diesen stehen und fallen die Bemühungen von „Helfen ohne Grenzen“. Jeder gespendete Betrag ist immens wichtig, denn schon mit nur 50 Euro kann ein Flüchtlingskind der Karen ein Jahr lang (!) zur Schule geschickt werden. (dd)

Mehr Informationen über die Arbeit von „Helfen ohne Grenzen“ gibt es unter www.helfenohnegrenzen.org
Spenden unter:

BTV – Bank für Tirol und Vorarlberg
KontoNr.: 100465140
BLZ: 16000

Bildquelle: www.helfenohnegrenzen.org