Irak-Embargo

Im Juli 1990 bestritt der Irak die Legitimität der Kuwaitischen Unabhängigkeit. Daraufhin marschierten im August 1990 irakische Truppen in Kuwait ein. Die UN-Resolution 660 verurteilte die Invasion und verlangte den Rückzug irakischer SoldatInnen aus Kuwait.

Kirkuk, Northern Iraq 9/13/03 IMC Project Al-Arafa Clinic Dr. Mohammed Salih has worked at the clinic for years, as he places the stethoscope to examine three year old Adra Nazi, she begins to cry, "she has a bad chest cold," says Dr. Salih, "many many patients come here everyday, now we have better facilities and we can give them medicine from our new pharmacy. Our clinic was looted, we lost everything, the windows were broken, the equipment stolen, it is so good the community can come to this clinic when they are sick, we have 100 patients here in by 10:00am." (Debbi Morello/USAID/OTI)

Nach der irakischen Invasion in Kuwait wurden durch die UN-Resolution 661 Wirtschaftssanktionen gegen den Irak verhängt. 

Mehr als zehn Jahre lang litt der Irak unter Mangel an Medikamenten und Lebensmitteln, während die Preise am Markt stiegen. Es kam zu Hungersnöten in der Bevölkerung. Sauberes Wasser wurde knapp. Laut UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation WHO starben mehr als eine Millionen IrakerInnen – darunter mehr als 500.000 Kinder unter fünf Jahren – an den Folgen der Wirtschaftssanktionen.Dem sollte mit dem „Öl-für-Lebensmittel“-Programm entgegengewirkt werden. Das „Oil-for-Food Programme“ wurde im Jahr 1995 von den Vereinten Nationen mit der Resolution 986 eingeführt und lief 2003 aus. Der Irak sollte die Möglichkeit bekommen, auf dem Weltmarkt Öl gegen Lebensmittel, Medizin und andere humanitäre Güter einzutauschen. Das größte Hilfsprogramm der UNO wurde jedoch von Korruptionsskandalen erschüttert: Schmiergeldzahlungen an die Regierung Saddam Husseins und eine weitere Verarmung der Bevölkerung waren die Folge. Die Kampagne gegen das Irak-Embargo wurde von vielen humanitären Organisationen getragen und von prominenten UnterstützerInnen wie dem ehemaligen Leiter des „Oil-for-food“-Programms der Vereinten Nationen, Hans Ch. v. Sponeck, vertreten. Die Kampagne vertrat die Ansicht, dass Sanktionen mit derartig gravierenden Folgen für das Leben und die Gesundheit der betroffenen Bevölkerung nicht mit politischen oder sonstigen Zielen zu rechtfertigen sei. Damit würden sie gegen fundamentale Menschenrechte und eine Vielzahl völkerrechtlich verbindlicher Konventionen verstoßen.

(red)

Links und Lesetipps:

Krieg und Embargo gegen den Irak (abgerufen am 11.01.2018)

http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Irak/embargo.html (abgerufen am 11.01.2018)

Bild: Irakischer Doktor in Kirkuk (abgerufen am 11.01.2018)